Laura Nitsch ist bildende Künstlerin und Filmemacherin. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung, Film und Theorie und untersucht die Verbindungen zwischen Begehren und Ökonomie, Arbeit und Freundschaft, Eigentum und Bildung, Klassenkämpfen und Kollektivität. Sie arbeitet mit queeren Produktionspraktiken, Archiven der Arbeiter*innenklasse sowie marginalisierten und widerständigen Narrativen und nutzt Strategien der critical fabulation (Saidiya Hartman), um die Grenzen offizieller Archive und Geschichtsschreibungen zu hinterfragen.
Ihre Filme und Installationen wurden unter anderem bei der Diagonale Graz, im mumok kino Wien, in der NGBK Berlin, im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, bei Xhibit Wien, im Kunstraum Niederösterreich und im Blickle Kino Belvedere 21 gezeigt. Sie wurde mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet, nahm am Goldrausch Künstlerinnenprojekt teil und erhielt zahlreiche weitere Stipendien und Auszeichnungen. Ihre Arbeiten sind Teil der Kunstsammlung der Stadt Wien. Nitsch lehrte an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie lebt in Berlin und Wien.
lauranitsch.net