Zum Inhalt springen

Experimental Practice based on interdisciplinary
collaboration, mentorship & art residency

Programm

VORBRENNER ist eine Plattform für zeitgenössische Kunstformate, die über Sparten- und Genregrenzen hinweg prozessorientiertes Arbeiten fördert. Sowohl für Kollektive als auch für Einzelkünstler*innen, die sich auf Basis eines interdisziplinären Kunst- und Wissenschaftsbegriffes auf die Suche nach neuen Erkenntnissen und zeitgenössischen Ausdrucksformen begeben wollen, werden hier Möglichkeiten temporärer Zusammenarbeit geboten.

"I am outside of it in the land of NOPE."
E. Jane

Kalender

  • Play: Pos. 19 Relations_Act II lost objects
    Hanna Kučera, Helen Clare Kinney, Camilla Schielin
    BRUX / Freies Theater Innsbruck
  • Play: Pos. 19 Relations_Act II lost objects
    Hanna Kučera, Helen Clare Kinney, Camilla Schielin
    BRUX / Freies Theater Innsbruck
  • Performance - im Rahmen der Premierentage: Tintinnabulum
    Gustavo Gomes, João Pedro de Paula, Tommaso Bertasi
    BRUX / Freies Theater Innsbruck
  • Performance: Tintinnabulum
    Gustavo Gomes, João Pedro de Paula, Tommaso Bertasi
    BRUX / Freies Theater Innsbruck

Archiv

Pos. 19 Relations_Act II lost objects

Hanna Kučera, Helen Clare Kinney, Camilla Schielin
19.-25.10.2026
Play
BRUX / Freies Theater Innsbruck - schwarzer Raum
© Hanna Kučera
© Hanna Kučera
© Hanna Kučera
© Hanna Kučera

    Pos. 19 Relations_Act II lost objects ist eine multimediale Installation von Hanna Kučera, in der sie sich mit der eigenen Position als Künstlerin sowie mit den Ambivalenzen einer hypermobilisierten Gegenwart auseinandersetzt. Gemeinsam mit den eingeladenen Playern Helen Clare Kinney (Koproduktion Choreographie) und Camilla Schielin (Koproduktion Sound) entwickelt sie ein Stück über zeitgenössische Fragmentierung und Horror vacui, das kollektive Begehrensstrukturen hinterfragt. Ausgehend von psychoanalytischen Konzepten wie dem „verlorenen Objekt“ (objet petit a), das in Lacans Theorie das Subjekt durch Mangel und Begehren strukturiert, und dem „death drive“ (Freud), der das Wiederholungsprinzip und die Tendenz zur Auflösung von Stabilität beschreibt – ergänzt durch Melanie Kleins Theorie zu Übergangsobjekten und Spielzeug – überträgt Kučera diese Denkfiguren auf Kunstproduktion und westliche Kulturmythen. Das Projekt thematisiert den Verlust von Stabilität und Kontrolle innerhalb einer Kultur, die von scheinbar permanenter Verfügbarkeit geprägt ist, und fragt, wie Kunst als Kompensationsmechanismus für das Unverfügbare wirken kann. In Position 19 formuliert Kučera eine künstlerisch-theoretische Erkundung der Leerstelle: nach dem verlorenen Objekt, nach äußerer Ordnung, nach dem Verschwinden auf der Bühne.

    Gesamtkonzeption, Choreographie, Player: Hanna Kučera
    Choreographie, Players: Helen Clare Kinney und Camilla Schielin 
    Kamera: Liva Katinka Hage
    Kostüm: Hanna Kučera, maßgeschneiderter Anzug von Monika Kučera
    Sound, Text, Szenografie: Hanna Kučera

    Hanna Kučera

    Hanna Kučera (*1996) lebt und arbeitet in Wien. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von Spiel und Arbeit, Fiktion und Realität sowie Professionalität und Parodie. In wechselnden Formen eines „para-play“ untersucht sie die Bedingungen künstlerischer Professionalisierung, das emanzipatorische Potenzial des Spiels und das paradoxe Moment, voranzugehen und zugleich festzustecken.Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Akademie der bildenden Künste Wien, unter anderem bei Christian Sery, Iman Issa, Diedrich Diederichsen und Nora Schultz.
    Ihre Arbeiten wurden international in Ausstellungen und performativen Formaten präsentiert, unter anderem in Wien, Dresden, Marseille, Bonn, Bregenz und Washington, D.C. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Birgit-Jürgenssen-Preis, der Bundespreis für Kunststudierende und ein mehrjähriges Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

    Helen Clare Kinney

    Helen Clare Kinney stammt aus San Angelo, Texas, und absolvierte ihre Ausbildung an der National Ballet School of Canada. Anschließend tanzte sie als Solistin beim Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg sowie als Halbsolistin beim Wiener Staatsballett. Sie wurde mit dem Erik Bruhn Award und dem Peter Dwyer Award ausgezeichnet und wirkte in zahlreichen Werken von Martin Schläpfer, George Balanchine, Ohad Naharin, William Forsythe, Lucinda Childs, Martha Graham, John Neumeier, Rudolf Nurejew, Hans van Manen und Merce Cunningham sowie in Neukreationen von Marco Goecke, Louis Stiens, Martin Chaix, Robert Binet und Amanda Miller mit. Heute lebt sie in Wien und arbeitet freischaffend in unterschiedlichsten künstlerischen Kontexten – von großen Opernbühnen über Galerien bis hin zu experimentellen Theaterformen.

    Camilla Schielin

    Camilla Schielin ist Tänzerin und Performerin, sie lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Performance in Österreich und Deutschland und arbeitete u. a. mit Nick Mauss für das Museum Ludwig in Köln und mit Doris Uhlich. 2021 zeigte sie ihr Solo take me to my house im Rahmen des RaketeFestivals im TQW. Momentan arbeitet sie im Rahmen der Gruppe Parasol mit Ian Kaler.

    Termine

    • Play
      Hanna Kučera, Helen Clare Kinney, Camilla Schielin
      BRUX / Freies Theater Innsbruck
    • Play
      Hanna Kučera, Helen Clare Kinney, Camilla Schielin
      BRUX / Freies Theater Innsbruck

    Jetzt zu unserem Newsletter anmelden:

    Ja, ich möchte diesen Newsletter erhalten

    Ausführliche Informationen zum Versandverfahren finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    Danke für die Anmeldung. Bitte bestätigen Sie die Anmeldung über den Link, den Sie per e-Mail erhalten.